Kostenloses Busfahren in Walldorf – ein Thema mit Zukunft

Veröffentlicht am 22.05.2021 in Gemeinderatsfraktion
 

SPD-Fraktion Walldorf

Neben der Vorbereitung auf die Tagesordnung aktueller Sitzungen überprüfen wir in unseren Fraktionssitzungen regelmäßig Umsetzungen bzw. Verfahrensstände unserer Anträge. Am 04.11.2019 reichten wir den Antrag “Kostenloses Busfahren in Walldorf – ein Beitrag zum Klimaschutz” ein und beauftragten damit die Verwaltung dem Gemeinderat aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, innerhalb von Walldorf kostenlos mit dem Bus zu fahren. Das war aber nicht der erste Antrag zu diesem Thema. Gebührenfrei und klimaschonend mit dem Bus in Walldorf unterwegs zu sein, ist der SPD-Fraktion schon seit Jahren ein wichtiges Anliegen. 

Bereits Im Juli 2004 stellte die Fraktion erstmals den Antrag in Walldorf kostenlos mit dem Bus zu fahren. Der Antrag wurde damals vom Verkehrsverband (VRN) abgelehnt. Im Juni 2012 machten wir einen erneuten Versuch und beantragten eine 50%-ige Ermäßigung für alle Walldorfer*innen innerhalb des Walldorfer Busnetzes. Seit 2013 ist es nun so, dass man auf Initiative der SPD-Fraktion innerhalb Walldorfs für den halben Preis fahren darf. Das Rathaus vergibt die Mehrfahrtkarten. „Natürlich ist das mit einem gewissen Aufwand für die Nutzer verbunden, aber wir sind der Meinung, dass es in der heutigen Zeit unbedingt notwendig ist, dass die Verwaltung nachhaltige Mobilität fördert – und zwar ohne bürokratische Hürden“, so Andrea Schröder-Ritzrau und Manfred Zuber, die bereits seit 2004 mit ihrer Fraktion für kostenloses Busfahren in Walldorf kämpfen.

Deshalb hat die SPD 2019 eine erneute Initiative gestartet und die Verwaltung beauftragt sich um eine Lösung für kostenfreies Busfahren innerhalb Walldorfs zu kümmern – sprich mit dem VRN eine entsprechende Vereinbarung zu treffen. „Eineinhalb Jahre sind jetzt vergangen, seit die Fraktion den Antrag gestellt hat, doch bis heute ergebnislos “, bedauerte auch Petra Wahl die Situation und machte in der Fraktionssitzung deutlich, dass hier endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen.

Durch Verbesserungen bei ÖPNV, Rad- und Fußverkehr ist nämlich eine Entlastung der Straßeninfrastruktur möglich und gleichzeitig werden die Voraussetzungen für eine aus Klimaschutzgründen notwendige, neue und vernetzte Mobilität geschaffen. Dies entspricht auch der Zielsetzung des Landes, dass künftig ein deutlich höherer Anteil von Wegen im öffentlichen Nahverkehr und zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt wird. Die Mobilität in der Region Walldorf/Wiesloch soll deutlich verbessert werden. Deshalb unterzeichneten Vertreter von Land, Kommunen, Verkehrsbetrieben und der Wirtschaft den Mobilitätspakt Walldorf/Wiesloch.

 „Mit dem kostenlosen Busfahren können auch Eltern entlastet werden, die ihre Kinder zu den unterschiedlichsten Einrichtungen in Walldorf bringen müssen“, wies Petra Wahl, die auch als Elternvertreterin aktiv ist, hin. „Selbst in Berlin können Schulkinder kostenlos den ÖPNV benutzen, das muss doch auch in unserem Walldorf zeitnah umgesetzt werden“, drängte sie weiter und: „Walldorf muss hier einfach fortschrittlicher werden. Wie einfach wäre es, in Walldorf den Bus „hop-on-hop-off“ benutzen zu können, unkompliziert einsteigen und aussteigen, wo man möchte.“

Auch unsere ältere Generation wollen wir hiermit unterstützen, kostenlos das Zentrum und die Einkaufsmärkte mit dem Bus erreichen zu können. Das Stadtzentrum ist mit dem Bus sehr gut zu erreichen. Wir wollen, dass unsere Hauptstraße wieder lebendig wird, wir möchten den Einzelhandel vor Ort stärken.

„Damit die Buslinie 720 wieder zur Endhaltestelle Bismarckplatz fahren soll, dafür mache ich mich zusätzlich stark“, so Wahl. “Ich habe mich bei der Verwaltung eingesetzt, dass endlich ein Bemühen der Stadt Walldorf an die Betreibergesellschaft adressiert wird.“

Fraktionssprecher Manfred Zuber fasste abschließend zusammen: „Wir sind uns einig, dass der ÖPNV gerade in Walldorf noch Entwicklungspotenzial hat. Wir erwarten durch das kostenlose Busfahren eine deutliche Reduzierung der sogenannten „Eltern-Taxen“ sowie der Autofahrten vom und zum Bahnhof, Industriegebiet und Sport- und Freizeitzentrum.“

 

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AKTUELLES AUS DEM LAND

SPD-Generalsekretär Sascha Binder äußert sich verärgert über die Kritik der Stadt Stuttgart an der Regenbogen-Botschaft am EM-Austragungsort in München:

"Die Haltung der Stadt Stuttgart und ihres Oberbürgermeisters Frank Nopper von der CDU halte ich für beschämend. Das ist kein gutes Zeichen für alle, die sich täglich für Vielfalt und Respekt einsetzen. Es war noch nie eine gute Idee, vor Autokraten einzuknicken!"

Eine Wahlperiode, die so anders war als alle vorherigen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, neigt sich dem Ende entgegen. Die letzten 16 Monate standen ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Es ist aber auch eine Wahlperiode, in der wir viele wichtige Vorhaben des Koalitionsvertrages von 2018, der eine eindeutig sozialdemokratische Handschrift trägt, umgesetzt haben. Wir haben 2018 Regierungsverantwortung übernommen, als sich andere vor der Verantwortung gedrückt haben.

Mit rund 61 Prozent der Stimmen wurde unser Genosse Michael Salomo gestern Abend mit deutlicher Mehrheit zum Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim gewählt. Herzlichen Glückwunsch, lieber Michael!

 

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