SPD Walldorf zur Informationsveranstaltung Starkregenereignis am 26. August 2022

Veröffentlicht am 02.12.2022 in Ortsverein
 

Manfred Zuber, Petra Wahl, Lorenz Kachler und Dr. Andrea Schröder-Ritzrau von der SPD-Fraktion nahmen auch an der gut besuchten Informationsveranstaltung zum Starkregenereignis vom 26. August teil. Unsere Ortsvereinsvorsitzende Dr. Andrea Schröder-Ritzrau wurde beim Vorstandstreffen gefragt, ob sie von der Veranstaltung berichten und die Einschätzung der Fraktion wiedergeben könnte. Das tat sie folgendermaßen:

„Zunächst möchte ich erwähnen, dass nach den Informationen durch die Stadt und das beauftragte Ingenieurbüro eine sehr informative, sachorientierte Diskussion geführt wurde obwohl einige Anwesende doch sehr stark betroffen waren von den Ereignissen des 26. August 2022. Die Fraktion möchte sich bei den Walldorfer und Walldorferinnen für Ihre Beiträge bedanken, die zum Teil auch unsere Überlegungen nochmals geschärft haben.

Das wichtige für uns als SPD-Gemeinderät*innen ist, bei der Verwaltung entsprechendes Handeln einzufordern, dass bei zukünftigen Starkregen Ereignissen Sie zum einen wissen, ob Sie potentiell betroffen sein werden und zweitens, Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich beraten zu lassen und Vorsorge zu treffen. Ein erster Schritt, ist sich die Starkregenkarten anzusehen und für die eigene Wohnsituation zu bewerten. Zu finden sind diese Karten, die das berechnende Ingineurbüro Stadt bereits vor einem Jahr öffentlich in einer Sitzung vorgestellt hat, unter https://www.walldorf.de/nachhaltigkeit/umweltschutz/starkregen-risikovorsorge.

Dort sind drei unterschiedliche Szenarien gerechnet. Bereits bei den sogenannten seltenen Ereignissen, die ein statistisches Niederschlagsereignis (~ 38 mm/h) mit einer Jährlichkeit von 30 Jahren modelliert, sieht man wie verletzlich einige Bereiche in der Stadt sind. Bei diesem Abflussszenario sind Anlagen der Stadtentwässerung in der Regel überlastet und es treten spezifisch Überflutungen in der Fläche auf. Wichtig ist zu wissen, dass der Kanal nur für 2-3-jährige (Wohngebiete) bis 3- max. 5-jährige (Gewerbegebiet und Stadtzentrum) Ereignisse, Regen in der Stärke von weniger als 31mm/h, überstaufrei bleiben muss. Alles was darüber hinaus geht ist in der Eigenvorsorge der Hausbesitzer.

Wir haben mal anschaulich einen Kartenausschnitt der Karte „seltene Ereignisse“ neben ein Foto vom 26.08.2022 aus der Emi-Nolde-Straße gestellt. Wie man gut sieht, ist das Gebiet bereits bei mehr als 38mm/h von Überschwemmungen bedroht. Das Starkregenereignis hatte in der 24h Summe ca. 80,7mm/h und höchste Werte von 42,7mm/h laut DWD-Bericht.

Was ist uns nun wichtig?

1. Die Verwaltung hat zugesagt die Präsentation und somit alle Informationen zum Starkregenereignis auf die Homepage zu stellen. Dort können Sie sich informieren. Dort können Sie auch eine Simulation sehen, die zeigt, wie groß die Kanäle sein müssten und die Wassermengen in der Zeiteinheit zu fassen. Auf einen Blick sieht man solche Kanäle könnte man, selbst wenn man es wollte, nicht in die Straßen legen.

2. Das Hebewerk des Abwasserzweckverbands im Norden Walldorfs hat funktioniert. Ein Optimierungspotential, wie es angefragt wurde, gibt es nicht, weil die Wassermassen von dort in den Hardtbach und zum Werk transportiert werden und der Hardtbach auch nur eine begrenzte Kapazität hat.

3. Wenn Sie im Radio zukünftig hören es werden mehr als 30mm (l/h) pro Stunde erwartet wissen Sie, der Kanal schafft es nicht

4. Wir werden uns für ein kleines Förderprogramm einsetzen – Bürgermeister Renschler hat diese ebenfalls befürwortet – dass Ihnene erlaubt einen sogenannten Hochwasserpass für ihr Haus/ihre Wohnung durch Fachleute anfertigen zu lassen. Ähnlich wie der Energiepass oder die Thermographie, die wir ja auch fördern, hilft Ihnen das Ihre individuelle Vorsorge zu treffen. Lesen Sie sich gerne schon mal die Vorteile an unter https://www.hochwasser-pass.com/

5. Wissenschaftler befürchten, dass Starkregenereignisse zunehmen – nur ihre genaue lokale Erstreckung ist nicht vorhersehbar. Wer schon länger in Walldorf wohnt, weiß, dass wir in den letzten 20 Jahren 3 solcher Ereignisse hatten.

 6. Wir haben das Bauamt gebeten, bei jeder Beratung auch auf die Karten hinzuweisen.

 

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