SPD Walldorf stimmt für eine zweite Freiflächenphotovoltaikanlage Grüner Strom lokal erzeugt. Gut.

Veröffentlicht am 02.12.2022 in Gemeinderatsfraktion
 

Stadträtin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau nahm zur Einrichtung einer Freiflächen PV Anlage am Nußlocher Bahnübergang folgendermaßen Stellung: „Werte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, Fakt ist, dass wir zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2035 jede kWh brauchen, die aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird. Eine große Freiflächenanlage bringt uns da einen großen Schritt weiter und für die SPD ist unstrittig, dass bei der Entscheidung für Freiflächenanlagen immer eine Abwägung erfolgen muss inwieweit der Natureingriff vertretbar ist.

Meine Fraktion wird heute der Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage am Nußlocher Bahnübergang, der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes „Solarfeld am Nußlocher Bahnübergang“ gem. § 2 BauGB sowie dem Aufstellungsbeschluss der achten einfachen Teiländerung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren gem. § 8 Abs. 3 BauGB zustimmen.

Stadtwerke Walldorf wird dort auf einer Fläche von etwa 9.000 m2 eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von bis zu einem 1 Megawatt Peak (MWp) errichten (siehe Foto). Das wäre dann der zweite Solarpark in Walldorf, zusammen mit dem, den wir vor vielen Jahren an der A5 gebaut haben und der noch immer eine überdurchschnittliche Leistung bringt, werden wir dann 2 Megawatt Peak (MWp) in Walldorf auf Freiflächen installiert haben und ausserdem sind derzeit zirka 8 Megawatt auf Dächern auf Walldorfer Gemarkung installiert. Grüner Strom lokal erzeugt. Gut.“

Die Vorlage macht außerdem deutlich, dass weitere Standorte für Freiflächenanlagen geprüft werden und sehr zeitnah im TUPV vorgestellt werden. Insgesamt müssen wir die PV-Anlagen in Walldorf ungefähr verzehnfachen, zieht Schröder-Ritzrau Bilanz, um den Bedarf an klimaneutralem Strom auf der Gemarkung 2035 zu decken.

„Damit sind wir beim Thema Abwägung bzw. Prüfung,“ fährt Schröder-Ritzrau fort, „ Sparsamer und schonender Umgang mit Grund und Boden ist gemeinsam mit dem Klimaschutz ein vorrangiges Ziel und erfordert, dass für PV-Anlagen möglichst zunächst Flächen mit Altlasten Vorbelastungen in Anspruch genommen werden - oder Flächen entlang von Autobahnen und Bahnlinien. Die Vorlage äußert sich intensiv zur Vorbelastung über den historischen Bergbau und erwähnt auch das Altlastenkataster. Arsen, Cadmium, Blei werden genannt. Die Vorlage erwähnt nicht, dass 2016 eine Eilentscheidung und umgehende Räumung der Fläche von Kleingärten erfolgte. Sie erwähnt ebenfalls nicht, dass der Gemeinderat 2019 von einer Auskofferung des Gebietes Abstand genommen hat und damit einen Antrag der SPD-Fraktion aus Kostengründen abgelehnt hat. Wir würden gerne im nächsten Ausschuss für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr informiert werden, ob das Landratsamt bzw. die zuständige untere Wasserbehörde weiterhin Wasseruntersuchungen in dem Bereich vornimmt und wie die Ergebnisse aussehen.

Fakt ist, dass in Bezug auf die anthropogene Belastung das Gebiet für ein PV Anlage damit geeignet ist. Ich habe keine Bauschmerzen in Bezug auf Flächenverbrauch - fast keine - meine Kreistags-Kollegin Dr. Gitta Martens-Aly hat bei einer Begehung im letzten Sommer durchaus anerkennend von dem Bewuchs dort gesprochen in Bezug auf ökologische Wertigkeit. Keine Bauchschmerzen haben wir weiterhin, diese belasteten Flächen aus der ackerbaulichen Nutzung zu nehmen - im Gegenteil - aufgrund der Belastungen halten wir es sogar für unbedingt geboten.

Die Abwägung Standort für den Standort hat von uns einen „Haken“ am Kriterium Belastung. Einen weiteren „Haken“ vergeben wir für die Tatsache, dass die Fläche infrastrukturell, also Wege- und in ersten Ansätzen auch Leitungstechnisch bereits erschlossen ist. Dies trägt zur Wirtschaftlichkeit bei. Die Erschließungsmaßnahmen des extensiv bewachsenen Gebietes werden allerdings auch Kosten hervorrufen.  Wieviel Boden muss auf eine Deponie und was wird das kosten?

Weitere Restriktionen - wie z.B. Hochwasserbelange werden berücksichtig werden müssen und wir begrüßen, dass einen Vorhaltetrasse für den Radschnellweg umfänglich mit bedacht ist. Zusammenfassend stimmt die SPD-Fraktion grundsätzlich zu - ein weiterer Schritt für das Erreichen der Klimaneutralität.

 

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