Nachbericht Winterfeier SPD Wiesloch 2023

Veröffentlicht am 05.02.2023 in Allgemein
 

Für einige der Mitglieder mag es sich wie eine große Familienfeier angefühlt haben: wegen der
Pandemie hatten drei Jahre keine Mitgliederversammlungen oder Winterfeiern stattgefunden. Die
Freude war deshalb bei allen groß.

Im lebhaften Gespräch wurden lange nicht getroffene Genossen begrüßt, vor Jahren aus Wiesloch weggezogene wiedererkannt und gemeinsame Erlebnisse über viele Jahre politische Zugehörigkeit ausgetauscht. Hätten tatsächlich alle kommen können, deren Ehrung man an diesem Abend gemeinsam feiern wollte, dann wäre das Nebenzimmer im „Friedrichshof“ aus allen Nähten geplatzt. Letztendlich waren es 18 Mitglieder, die in den vergangenen drei Jahrgängen für eine Mitgliedschaft zwischen 15 Jahren und mehr als 50 Jahren geehrt werden konnten.
Die Vorsitzende des Ortsvereins Wiesloch, Dr. Anke Schroth, erinnerte in ihrer Begrüßung an das traurige Datum, den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und seit 2005 weltweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Aus der Wahrnehmung zunehmender Radikalisierung in bestimmten Bereichen der Gesellschaft schuldeten wir all jenen, die heute bedroht
sind von Antisemitismus, Rassismus, Homophobie oder Antiziganismus, unser Eintreten für unser
Versprechen an die Menschenwürde. Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus,
Faschismus und Nationalsozialismus sei und bleibe die Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Sozialdemokratie sei die älteste und traditionsreichste
Partei in Deutschland. Im Laufe ihrer weit über 150-jährigen Geschichte habe sie sich stets für eine
demokratische, freie Gesellschaft eingesetzt.
Die Vorsitzende unterstrich, dass es heute gelte, sozialdemokratische Grundwerte wie Gerechtigkeit,
Solidarität und Toleranz hochzuhalten. Wichtig sei es aber auch, sich den Anforderungen der Zeit zu
stellen. Die Themen Ökologie, Globalisierung, Digitalisierung müssten immer mit sozialer
Gerechtigkeit zusammen angegangen werden.
Zu Gast war auch die SPD-Kreisvorsitzende Dr. Andrea Schröder-Ritzrau, die den Geehrten mit der
Übergabe der Urkunden, unterschrieben von den Vorsitzenden der Partei in Bund, Land und
Gemeinde, für die treue Mitarbeit bei der Verwirklichung dieser gesellschaftlichen Ziele dankte.
Bei der Überreichung der Urkunden erinnerten sich einige der Geehrten an die Zeit ihres Eintritts in
die Partei.
Bei allein sieben der Anwesenden war das nun schon ein halbes Jahrhundert oder sogar länger her.
Für sie war oft der Impuls die Bundestagswahl 1969, bei der Willy Brandt Bundeskanzler wurde. Willy Brandt erklärte in seiner ersten Regierungserklärung, er wolle mehr Demokratie wagen, dies und die Anzeichen für gesellschaftlichen Umbruch nannte Eckart Kamm als wesentlichen Beweggrund. Daran schloss Esther Rothenhöfer an, die bereits in ihrer Schulzeit politisch aktiv war und mit nicht einmal 18 Jahren eingetreten war. Sie zog Parallelen der damaligen Schüler- und Studentendemonstrationen zu den Aktionen von „Fridays for Future“. Die Vorsitzende dankte ihr für langjähriges Engagement im Vorstand.
Bernhard Friese meinte, er habe 1972 alle Bedenken über Bord geworfen und sei Mitglied geworden
nachdem bei der Landtagswahl, die SPD zwar deutlich an Stimmen gewonnen hatte, aber aus der
damaligen großen Koalition mit der CDU ausschied.
Die „altgedienten“ Mitglieder blickten auch auf turbulente Jahre im Ortsverein zurück, als in den
Versammlungen vehement über Notstandsgesetze, Atomenergie aber auch personelle Fragen
gestritten wurde.

Einer der jüngsten Geehrten war Jan-Peter Oppenheimer. Nach seiner Zeit im Jugendgemeinderat
und Kandidatur als Nichtmitglied auf der Wahlliste der SPD war er 2004 eingetreten, nachdem er in
den Gemeinderat gewählt worden war.
Besonders erwähnt wurde neben der 50-jährigen Mitgliedschaft von Rainer Schlipper seine
Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz, das ihm zu Beginn der Pandemie für sein langjähriges
ehrenamtliches Engagement unter anderem bei NABU, VdK, in der kirchlichen Jugendarbeit und im
Kreisseniorenrat verliehen worden war.
Zu späterer Stunde reihte sich auch MdB Dr. Lars Castellucci, direkt aus Berlin, noch in die Reihe der
Geehrten ein. Er ist über dreißig Jahre in der SPD und nahm in vielen persönlichen Gesprächen
Stellung zu den Herausforderungen für die Regierenden und Entscheidungen der Bundespartei.
Bei all den Reformen – ob es ums Wohngeld geht, das Bürgergeld oder die Milliarden, um die
Energiekosten abzufedern – höre er immer auch wieder, wer das denn nur alles bezahlen solle. Es
komme jedoch immer auch darauf an, heute das zu tun, was nötig sei, um auch künftigen Wohlstand
und Perspektiven für nachkommende Generationen zu sichern.
Beherrschend sei die Gefährdung des Friedens in Europa durch den russischen Angriffskrieg.
Es brauche auch weiterhin die Kraft, diplomatische Initiativen für möglich zu halten. Die brauche es
immer dann, wenn sie besonders aussichtslos erschienen.


Esther Rothenhöfer, Pressereferentin SPD Wiesloch

 

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