Wenn ich mich über etwas ärgere, schreibe ich ein Buch darüber

Veröffentlicht am 01.02.2010 in Politik
 

Erhard Eppler

Es gibt vieles, worüber sich Erhard Eppler ärgert. Das kann man aus der Länge der Liste der Veröffentlichungen des Vordenkers der SPD, Erhard Eppler, schließen. Liest man seine Bücher, so findet man aber nicht nur Kritik an gesellschaftlichen Zuständen, sondern auch konkrete Vorschläge, was zu tun sei, um sie zu verbessern.

Genau solche Vorschläge braucht die SPD nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl. Um darüber unter dem Veranstaltungstitel SPD 2010 zu sprechen, war Erhard Eppler auf Einladung des Freundeskreises Willy Brandt und des SPD-Ortsvereins nach Walldorf gekommen. Die GastgeberDie Gastgeber Prof. Gert Weisskirchen und Roland Portner konnten zahlreiche Besucher aus Walldorf und den umliegenden Gemeinden begrüßen.

Eigentlich sollten gute Ratschläge gar nicht nötig sein. Durch die Finanzkrise und die dadurch ausgelöste Wirtschaftskrise sei, so Eppler, der Marktradikalismus eindeutig widerlegt worden. Schließlich habe der Staat den Markt retten müssen und nicht umgekehrt. Aber tot sei der Glaube, dass der Markt alles regele, noch längst nicht. Noch findet der „Tripple-down-Effekt“ viele gläubige Anhänger: Wenn der Staat die Wirtschaft nur walten lässt und sich nicht einmischt, profitieren nicht nur die Mächtigen und Reichen, sondern alle Schichten. Eppler sieht als vordringliche Aufgabe einer linken Politik die Überwindung der „marktradikalen Gehirnwäsche“ und glaubt, dass die SPD dazu eine gute Chance habe. Dazu müsse sie ihre Position zur Rolle des Staates klar vertreten. Besonders wichtig sei dabei die grundlegende Auffassung, dass der Staat dafür sorgen müsse, dass „nicht zur Ware wird, was nicht zur Ware werden darf“. Dazu gehören die Bereiche Bildung, innere Sicherheit, Kultur, Soziales. Also: Zugang zu Bildungsmöglichkeiten unabhängig vom Geldbeutel, Sicherheit für alle und nicht nur für die, die sich privaten Schutz leisten können, Kulturangebote, auch wenn sie sich nicht rechnen, keine Zweiklassenmedizin.

Hart ins Gericht ging er mit den Versprechungen der schwarz-gelben Koalition für Steuersenkungen. Dass die sich durch erhöhtes Wachstum selbst finanzierten, verwies er in den Märchenbereich. Um nur ein Beispiel zu nennen: Solange es noch Kindergartenbeiträge gäbe, die von vielen Eltern nicht aufgebracht werden können, seien Steuersenkungen unverantwortlich.

Auch zur Steuergesetzgebung hatte Eppler etwas zu sagen. Der populären Forderung nach Vereinfachung erteilte er eine Absage: Einfache Steuergesetze könnten nicht gerecht und gerechte Steuergesetze nicht einfach sein.

Wichtige Entscheidungen, durch die die SPD die Meinungsführerschaft wiedergewinnen kann, fallen nach Meinung Epplers 2010 – deshalb der Veranstaltungstitel.

Eine angeregte Diskussion folgte dem Vortrag, Erhard Eppler blieb keine Antwort schuldig. Zu Afghanistan stellte er die Frage, was denn besser würde, wenn sich die UNO-Truppen sofort zurückziehen würden.

Der Büchertisch der Buchhandlung Föll erfreute sich regen Besuchs – besonders gefragt war das „Kleine Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch“, in dem Epplers Thesen zur Gesellschaft als Begriffserklärungen daherkommen.

Dieter Lattermann
 

Homepage SPD Walldorf

Aktuelle Termine

25.03.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
SPD Walldorf Jahreshauptversammlung

MINT, Schwetzinger Straße 88, 69190 Walldorf

26.04.2019, 17:00 Uhr
Ideenspaziergang Schatthausen

Treffpunkt: ev. Kirche Schatthausen

28.04.2019, 16:00 Uhr
Ideenspaziergang „Innerstädtisches Grün"

Treffpunkt Radweg Palatin Wiesloch

wir für Wiesloch

Für uns im Bundestag

für uns im Bundestag

Über 30 junge Leute kamen am Dienstag ins Bürgerhaus nach Wiesloch, um mit mir über Politik zu diskutieren. Ein Großteil davon war zum ersten Mal dabei. Die Themen, über die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprechen wollten waren vielzählig: Umwelt und Klima, Hilfe für Geflüchtete, Digitalisierung, ÖPNV, Sozialstaat und vieles mehr. Dazwischen gab es Pizza und kalte Getränke. Ich freue mich über das große Interesse der jungen Leute und konnte in

22.02.2019 08:35
Berliner Zeilen 03/2019.
Liebe Genossinnen und Genossen,liebe Freundinnen und Freunde, wenn es den Sozialstaat nicht gäbe, müssten wir ihn wieder erfinden und erkämpfen. Wir sind zurecht Stolz auf das, was in unserem Land aufgebaut wurde. Gleichzeitig sehen wir die Lücken, die Bürokratie, neue Fragestellungen, für die wir noch keine ausreichenden Antworten geben. Endlich diskutieren wir das nun nach vorne. Meine Vorstellungen von einem "Sozialstaat mit freundlichem Gesicht" gewinnen an Unterstützung. "Stell Dir vor,

Letzte Woche stattete ich der neuen Bürgermeisterin Petra Müller-Vogel im Rathaus von Gaiberg einen Besuch ab und gratulierte ihr zum neuen Amt. Frau Müller-Vogel und ich haben eines gemeinsam: Der persönliche Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern ist uns sehr wichtig, deshalb haben wir zum Beispiel auch beide Haustürbesuche gemacht. Zuvor haben wir uns unter anderem über aktuelle Projekte in Gaiberg wie die Erneuerung der Ortsmitte und die Erschließung neuer

AKTUELLES AUS DEM LAND

Stoch: "Kretschmann hat den Geist unserer Landesverfassung verraten"

Die SPD reicht gegen die rechtliche Ablehnung des Volksbegehrens für gebührenfreie Kitas durch die Landesregierung am heutigen Montag Klage beim Verfassungsgerichtshof ein. "Wir haben sehr gute Argumente auf unserer Seite - nicht nur politisch, sondern auch juristisch", erklärte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch bei einer Pressekonferenz in Stuttgart. "Wir haben allen Grund zu Optimismus."

SPD-Generalsekretär Sascha Binder hat die heutige Ankündigung der Grünen, die Prüfung einer Verfassungsreform zu erwägen, als "Gipfel der Heuchelei" bezeichnet. "Erst tut Herr Kretschmann alles, um direkte Demokratie auszubremsen - und Herr Sckerl macht dann den angeblichen Vorkämpfer. Die Grünen wollen die Menschen für dumm verkaufen. Aber das sind sie nicht", erklärte Binder.

Auf dem Politischen Aschermittwoch der SPD Baden-Württemberg hat Landeschef Andreas Stoch die Zurückweisung des Volksbegehrens für gebührenfreie Kitas durch die Regierung Kretschmann erneut scharf kritisiert. "Sollten wir je aufgrund der grün-schwarzen Landesregierung scheitern, dann wird die Landtagswahl 2021 zur Volksabstimmung über Gebührenfreiheit", rief Stoch vor über 600 begeisterten Gästen in Ludwigsburg.

Hier geht es zur Bildergalerie

 

Freitagspost

Ludwig-Wagner-Preis

Ludwig Wagner Preis

BIWU

BIWU

move21

move21 (neues Fenster)