Sicher zur Schule nach Frauenweiler: Wir sind den Weg gemeinsam mit euch abgelaufen

Rund 30 Familien, Kinder mit Rollern, viele offene Gespräche: Am Sonntag, 14. Juni 2026, haben SPD Wiesloch und SPD-Gemeinderatsfraktion zur Schulwegbegehung vom Quartier am Bach zur Grundschule Frauenweiler eingeladen. Das Ergebnis ist eindeutig – viele Sorgen der Eltern sind berechtigt. Besonders der Abschnitt zwischen Toom-Baumarkt und Aldi-Kreisel muss besser werden. Wir nehmen die Erkenntnisse jetzt mit in den Gemeinderat.

Warum wir eingeladen haben

Durch die neue Schulbezirkszuordnung müssen viele Kinder aus dem Quartier am Bach und den angrenzenden Wohngebieten künftig fast zwei Kilometer bis zur Grundschule Frauenweiler laufen. Schon im Vorfeld haben uns viele von euch von schmalen Gehwegen, fehlenden Überwegen und unübersichtlichen Stellen erzählt.

Uns war klar: Das schauen wir uns nicht auf dem Papier an, sondern vor Ort – zusammen mit denen, die den Weg jeden Morgen gehen. Rund 30 bis 40 Bürgerinnen und Bürger kamen um 11 Uhr zum Treffpunkt im Quartier am Bach, darunter viele Familien mit ihren Kindern.

Erst zuhören, dann loslaufen

Bevor es losging, haben wir uns eine halbe Stunde Zeit genommen. Eltern haben sehr konkret geschildert, was sie auf dem Schulweg beschäftigt – und was sie sich wünschen. Viele Punkte kannten wir schon aus dem Forderungskatalog, den Anwohnerinnen und Anwohner an Stadtverwaltung und Oberbürgermeister übergeben haben. Er liegt auch uns vor.

Ehrlich waren wir auch bei einem unbequemen Thema: Die Haushaltslage der Stadt ist angespannt. Nicht alles Sinnvolle wird sofort umsetzbar sein. Deshalb wollen wir gemeinsam Prioritäten setzen – zuerst die Maßnahmen, die mit vertretbarem Aufwand am meisten Sicherheit bringen. Diese Offenheit kam gut an und hat den Ton für eine konstruktive Begehung gesetzt.

Vor Ort wurde schnell klar: Hier hakt es

Auf dem Weg Richtung Frauenweiler zeigte sich, wie berechtigt viele Hinweise sind:

  • Am Toom-Baumarkt sind die Gehwege stellenweise so schmal, dass Grundschulkinder kaum nebeneinander laufen können – mit Roller oder Fahrrad wird es richtig eng.
  • An mehreren stark befahrenen Straßen fehlen sichere Querungsmöglichkeiten.
  • Zwischen Toom und Aldi-Kreisel ist die Wegeführung unübersichtlich und unzusammenhängend – fast alle Teilnehmenden stuften diesen Abschnitt als teilweise gefährlich ein.

Genau dieser Bereich hat aus Sicht der Eltern und unserer Mitglieder die höchste Priorität. Dazu kommen weitere Stellen, die gerade für die Jüngeren eine Hürde sind – und viele Eltern heute davon abhalten, ihre Kinder alleine zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule zu schicken.

Was helfen könnte

Unterwegs haben wir nicht nur Probleme gesammelt, sondern auch über Lösungen gesprochen:

  • Laufbusse: Mehrere Familien haben hier bereits die Initiative ergriffen – ein Eltern-Laufbus ist seit zwei Jahren aktiv unterwegs. Ein tolles Beispiel, das Schule machen kann.
  • Bessere Busverbindung oder Schulbus: Für viele ein praktikabler Weg – und eine Chance für Kinder, früh den sicheren Umgang mit Bus und Bahn zu lernen.
  • Bauliche Verbesserungen: Für alle, die zu Fuß, mit Roller oder Rad unterwegs sind, führt an einigen Stellen kein Weg daran vorbei.

Wie es jetzt weitergeht

Zum Abschluss trafen wir uns auf dem Schulhof der Grundschule Frauenweiler – bei Brezeln und kühlen Getränken wurden die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Für uns steht fest: Die Eindrücke fließen direkt in unsere politische Arbeit ein. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung prüfen wir jetzt konkrete Verbesserungen und bringen entsprechende Anträge in den Gemeinderat ein.

Die Begehung hat gezeigt: Manche Probleme versteht man erst, wenn man den Weg selbst geht. Danke an alle Familien, Kinder und Anwohnerinnen und Anwohner für die große Beteiligung und die offenen Gespräche. Miteinander statt übereinander reden – so machen wir weiter.

Ihr habt weitere Hinweise zum Schulweg? Schreibt uns – wir nehmen jede Rückmeldung mit.