Stellungnahme zum Antrag "Umgestaltung der Stadtwingertanlage"

Veröffentlicht am 01.04.2019 in Gemeinderatsfraktion
 

1.Sicherung und Ausbau des vorhandenen Wechselkröten-Biotops
Natürlich haben wir eine Fürsorge für diese Kröten, die dort schon seit vielen Jahren an den Springbrunnen ablaichen. Diese Möglichkeit muss es auch weiterhin geben.
(Ursprünglich ist nicht genau nachvollziehbar, woher diese kommen, es liegt nahe, dass sie aus dem Gebiet der Deponie kommen und hierher jährlich ihren Weg finden).
Aber wir müssen, in die Zukunft gedacht, uns überlegen welchen Platz wir ihnen dazu anbieten. Müssen es diese 4 großen Becken mit Wasserfontänen sein, die altersbedingt  sehr hohe bauliche und technische Mängel aufweisen und die nur mit einem erheblichen finanziellen Aufwand saniert werden können?
Oder geht das auch anders? Nur zum Ablaichen genügt auch ein anderes Gewässer (ja, sogar nur ein Tümpel)!
Diese Frage muss unserer Meinung nach auch in ein Konzept für die Umgestaltung aufgenommen werden, das uns nochmals zur Abstimmung vorgelegt werden muss.

2.Ersatz der monotonen Rasenfläche durch extensive Wiesennutzung
Zunächst einmal spricht nichts gegen eine Umgestung und Aufwertung des Stadtwingerts. Auch meine Fraktion sieht darin eine Möglichkeit diese Parkanlage der Öffentlichkeit noch näher zu bringen und wünscht sich eine stärkere Annahme dieser Grünanlage als Naherholungsraum
Dies kann nur geschehen durch eine Umwandlung der jetzigen Grünanlage z. B. durch insektenfreundliche Staudenpflanzungen, die Bienen, Insekten ,Schmetterlinge und  Vögel ( Wiesenbrüter) dort anlocken und verweilen lassen. Neben solchen Staudenpflanzen haben wir dort oben noch die Möglichkeit, Blühstreifen und Wildblumenwiesen in einzelnen Flächen auszuweisen.
Für uns heißt es aber nicht, dass die dortige große Rasenfläche insgesamt zu solch einer Wiese umgewandelt werden muss.
Durch die Wege in der Anlage, die unbedingt erhalten werden müssen, wird diese ja schon in Einzelflächen unterteilt. Es wäre auch zu prüfen, ob man nicht den unteren Teil, also der Teil, in dem die 4 Becken mit Springbrunnen sind, (unterhalb der großen Weg-Querverbindung) als Wildblumenwiese anlegt. Auch bat ich in der vorausgegangenen T+U Sitzung vor 2 Wochen zu prüfen, ob nicht der gegenüberliegende Grünstreifen des Gerbersruhparks, entlang des Rad-Fußweges als Wildblumenstreifen angelegt werden kann.


3. Bereitstellung einer Fläche für Urban Gardening
In diesem Teil verlangt der Antragsteller in der Stadwingert-Anlage ein bestimmte Fläche für Urban Gardening auszuweisen. Ohne allerdings dafür ein konkretes Konzept vorzulegen. Die Beispiele von  solchen Projekten aus anderen Kommunen, auf die im Antrag hingewiesen wird,  helfen hier nur bedingt weiter.
 Sie zeigen nur auf, wie es funktionieren kann. Bei genauerer Betrachtung gibt es hier aber immer Initiatoren, die das Urban Gardening angeregt, vorangetrieben, in beratender Funktion begleitet und auch bei der Umsetzung mitgewirkt haben. Und diese Initiativen gingen oft von Bürgerinnen und Bürgern oder Gruppen aus.
Dies fehlt konkret im vorliegenden Antrag für Wiesloch. Nur irgendwo im Stadtgebiet dafür eine Fläche auszuweisen und dann zu glauben, “da findet sich schon jemand” genügt nicht. Zur Verwirklichung braucht es mehr, so etwas muss aus der Bürgerschaft kommen (die Stadt wird so etwas nicht übernehmen können) und von dieser auch vorangetrieben und bekannt gemacht werden. Hier sind wir der gleichen Meinung wie die Verwaltung.
 Erst wenn ein Konzept zur Umsetzung dieser begrüßenswerten Idee des Urban Gardening vorliegt, sollte  in Übereinstimmung mit der Verwaltung eine geeignete Fläche im Stadtgebiet gesucht und ausgewiesen werden können. Nur dann wird es gelingen, Menschen in unserer Stadt zum gemeinsamen Gärtnern zusammen zu bringen, dessen soziokulturellen Aspekt wir sehr hoch einschätzen.

Dem  Antrag werden wir aus den aufgezeigten Gründen in Punkt 3 nicht zustimmen.
Zu den ersten beiden Punkten haben wir Vorschläge genannt, die zusätzlich in die Erstellung  eines Gestaltungs-und Nutzungskonzeptes für die Stadtwingert-Anlage einfließen sollen.

 

 

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