SPD lud zum Ideenspaziergang durch Schatthausen ein

Veröffentlicht am 29.04.2019 in Ortsverein
 

Beim Ideenspaziergang der SPD in Schatthausen: Ute Sann, Lothar Hoffmann, Martin Comos, Elfriede Imbeck, Dr. Brigitta Martens-Aly, Karl-Heinz Klafs, Susanne Reinig und Klaus Rothenhöfer

Bekanntlich reicht es nicht, eine gute Idee zu haben – man muss sie auch in die Tat umsetzen können. Dies zog sich wie ein roter Faden durch den Ideenspaziergang, zu dem der Ortsverein der SPD in Schatthausen eingeladen hatte.
Gleich zu Beginn wurde der Standort von Fahrrad-Abstellbügeln in der Dorfmitte rege diskutiert. Diese sollen als sichere Abstellmöglichkeit die Kombination von Fahrrad und ÖPNV oder Carsharing erleichtern (seit wenigen Monaten steht in Schatthausen in der Dorfmitte ein Leih-Auto). Besonders für Pendler wird eine ÖPNV-Anbindung erst dann interessant, wenn sie den Weg zwischen Haltestelle und Haus rasch zurücklegen können. Allerdings dürfen die Haltebügel weder den Fußweg, noch die vorhandenen Auto-Parkplätze beeinträchtigen: keine ganz leichte Aufgabe, die aber gemeinsam gelöst wurde.

Am Schulhaus führte die Vorsitzende Elfriede Imbeck aus, dass sich die SPD immer für die Erhaltung der Grundschule im Dorf und ihre optimale Ausstattung einsetzen werde und sich damit auch mit allen anderen politischen Gruppierungen im Ort einig wisse. Überhaupt sei es wichtig, im Ortschaftsrat fraktionsübergreifend einig zu sein: so könne am meisten für das Dorf erreicht werden.
Beim Kindergarten fiel der relativ kleine Außenbereich auf. Zwar ist er durch Inanspruchnahme der Straße so groß wie möglich gehalten, wünschenswert wäre es aber, wenn ein Teil der umgebenden Flächen in den Außenbereich einbezogen werden könnte.
Auch beim Wildbienengarten, der vor der Lösswand am Friedhof entsteht, wurde deutlich, wie wichtig Gemeinsinn ist. Dr. Christoph Aly, der Vorsitzende des NABU Wiesloch und SPD Ortschafts-und Gemeinderatskandidat, hatte ursprünglich die Idee. Verwirklicht wurde sie in diesem Winter und Frühjahr in rund 600 Arbeitsstunden, die über ein Dutzend naturbegeisterte Schatthäuserinnen und Schatthäuser ehrenamtlich leisteten. „Ohne die phantastische Hilfe so Vieler wäre das nicht zu schaffen gewesen“, berichtete Christoph Aly, „und jeden Tag habe ich auf der Baustelle Zustimmung und Ermunterungen von der Bevölkerung erlebt“. Ebenfalls unentbehrlich sei die finanzielle Förderung durch die Rotarier Schwetzingen-Kurpfalz und die Naturschutzbehörde beim Landratsamt gewesen. Am 12. Juli werde der Garten eingeweiht, das Fest wird mit Unterstützung des Kulturvereins Schatthausen ausgerichtet werden.
Im Friedhof wurde der neue Belag der Wege in Augenschein genommen. Bemängelt wurde der Absatz, der sich nun zu einigen Gräbern ergab. Ortschaftsrat Lothar Hoffmann erläuterte, warum dies nicht zu vermeiden war. Früher habe der Weg den Höhenunterschied durch seine eigene Schräglage ausgeglichen, genau die sollte aber beseitigt werden. Und tiefer hätte man ihn auch nicht legen können, sonst wäre die Mauer, die ihn auf der anderen Seite begrenzt und kein richtiges Fundament besitzt, nicht zu erhalten gewesen. Interesse fand auch das Urnenfeld, das unter der mächtigen Blutbuche geplant ist und in dem auch Bestattungen ohne oder mit sehr bescheidenen Erinnerungstafeln möglich werden.
Ein anderes Thema war die Bebauung „in zweiter Reihe“, die dazu beiträgt, den Bedarf an Wohnraum ohne zusätzlichen Flächenverbrauch „auf der grünen Wiese“ zu decken. Gleiches kann durch Neubau am Standort nicht mehr genutzter Scheunen erreicht werden. Hier wünscht sich die SPD mehr Bewegung und finanzielle Förderung durch das Land. An der Eisenbahnbrücke gab Stadtrat Klaus Rothenhöfer einen kurzen Abriss der Geschichte dieses Bauwerks. Seit 1968 ist die Bahn stillgelegt, schon vor einigen Jahren wurden Schäden an der Brücke festgestellt. Auch hier ist es gelungen, gemeinsam etwas für das Dorf zu erreichen und das dorfbildprägende Denkmal zu erhalten: die Bauschäden wurden von der Stadt saniert. Zu tragen hat die Brücke nicht mehr viel: die mit der Zeit zu schwer gewordenen landwirtschaftlichen Fahrzeuge dürfen sie nicht mehr nutzen.
Die letzte Station des Rundgangs war der Esel des Bildhauers Klaus Wendel, der 2005 auf Anregung und mit finanzieller Unterstützung des SPD Ortsvereins entstanden war. Der Esel ist bekanntlich das Wappentier Schatthausens. Die Kleinsten lernen das spielerisch am „Esel im Oberdorf“: sein blank glänzender Bronzerücken zeigt, wie gern auf ihm geritten wird. Ein Brunnen und eine Bank laden hier zum Verweilen ein, was von den Anwohnern auch gern genutzt wird. Leider scheint es nicht zu gelingen, hier einen gesunden Baum heranzuziehen: die aktuell vorhandene Linde zeigt schon in jungen Jahren wie ihre Vorgänger Gipfelschäden. Über die Ursachen kann man nur rätseln.
Zum Abschluss dankte die Vorsitzende Elfriede Imbeck Allen für die interessante und lebhafte Diskussion und betonte, vor Ort und im Gespräch miteinander könne am besten erkannt werden, was in Schatthausen noch erreicht und verbessert werden kann; und erkannt werden, wie viel schon gemeinsam erreicht wurde. Zum Ausklang schloss man sich dem „Freitagstreff“ im Dorfgemeinschaftshaus Hohenhardter Straße 7 an und genoss in geselliger Runde Wurstsalat und Pommes.

 

 

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