Projekt Reallabor für vernetzte nachhaltige Pendlermobilität

Veröffentlicht am 05.10.2020 in Gemeinderatsfraktion
 

Sehr geehrter Herr OB Elkemann,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Gäste,

bei dem vorliegenden TOP geht es um die Beteiligung am Landeswettbewerb “RegioWin2030”. Hier werden Regionen im Land gesucht, die Zukunftsstrategien entwickeln und Projekte im Bereich Innovation und Nachhalktigkeit  umsetzen wollen.

Durch den angenommene SPD Antrag für ein klimaneutrales Wiesloch 2040 haben wir uns dazu verpflichtet in vielen unterschiedlichen Bereichen – CO2 Emissionen, energetisch nachhaltiges Bauen, individueller Energie-und Ressourcenverbrauch und auch in der Mobilität Ideen und Maßnahmen zu verfolgen und umzusetzen, die eine Chance aufweisen, einen maßgeblichen Einfluss auf diese Faktoren zu haben.

Das Hauptanliegen des Projektes, über dessen Teilnahme wir heute entscheiden, besteht darin, das derzeitige Mobilitätsverhalten der Pendler in das Gebiet HDM und SAP grundsätzlich zugunsten eines alternativen und nachhaltigen Mobilitätsverhalten zu ändern, damit der motorisierte Individualverkehr an diesem Gewerbestandort signifikant sinkt.
In Anbetracht von wachsendem Pendlerverkehr aufgrund der Zunahme von Arbeitsplätzen (Beispiel SAP und HDM Digital Campus, Ziel der Kommunen auf Weiterentwicklung, wie auch in Vorlage der Verw. beschrieben) ist es unsere Pflicht jetzt zu handeln.

Wer für eine Energiewende und Verkehrswende eintritt, muss alle Möglichkeiten des Umstiegs vom mororosierten Individualverkehr auf andere Mobilitätsangebote ( wie ÖPNV, Fahrrad und Fahrgemeinschaften ) zum Ausstieg auf nachhaltige, gemeinschaftlich genutze und umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen.

Den  Zielen des Projektes Reallabor für vernetzte nachhaltige Pendlermobilität stehen wir deshalb offen und positiv gegenüber.
Dort sollen  neue, klimafreundliche, digitalisierte und zukunftsweisende Mobilitätsangebote und Konzepte angeboten werden.

 

Das Projekt gliedert sich in 4 Bausteine:
Ich möchte dazu kurz inhaltlich Stellung beziehen::
-    Solche Mobilitätskonzepte müssen dynamisch entwickelt und Bedarf und Angebot flexibel aufeinander abgestimmt werden. Echtzeitinformationen sind von zentraler Bedeutung für die Funktionalität. Dafür brauchen wir den ersten und zweiten Baustein des Konzepts.
-    Beim ersten Baustein sind wir allerdings nicht damit einverstanden, dass hier der Anbieter VRNextbike wieder mit ins Spiel kommt. Wir hatten uns zuvor schon einmal gegen diesen Anbieter mehrheitlich im Rat ausgesprochen.Es wäre deshalb gut, wenn dieser Anbieter aus dem Antrag herausgenommen werden könnte. Wir bitten dies nochmals zu überprüfen.

Sollte dies nicht möglich sein, sehen wir aber keinen Grund, das Gesamtkonzept an diesem Punkt das Gesamtkonzept fallen zu lassen.

-    Die Entwicklung einer Mobilitätsplattform (MaaS) muss zwingend durch Nutzertests überprüft und die Zwischenstände im VKSS vorgestellt werden. Professionalität und Nutzerrealität sind unerlässlich und entscheiden oft über Erfolg oder Misserfolg.

-    Der dritte Baustein:  Nutzen, Parken und laden soll die Effizienz und Zuverlässigkeit der Elektromotorisierung entscheidend verbessern. Auch diesem Baustein können wir so zustimmen.

-    Bei Baustein 4, den autonomen Shuttles auf dem HDM Campus klingt sehr viel Zukunfsmusik mit. In diesen Baustein wird viel Geld investiert. Aber, ich denke hier müssen wir als Ziel die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz sehen. Diese Technologie soll und kann dort weiter entwickelt werden.
Bei genauerer Betrachtung  des Projektes erkennt man sehr viel in die Zukunft Gedachtes, dem wir uns nicht verschließen wollen. Auch eine Einbindung der Mobilitätsstationen in die Städte Wiesloch und Walldorf ist im Projekt verankert.
Wir können nicht sagen, was das Reallabor tatsächlich für einen unmittelbaren Effekt auf den motorisierten Individualverkehr hat, wir können aber den Mut aufbringen, neuen, vernetzten und nutzerzentrierten Konzepten eine Chance zu geben.  
Womöglich werden die Erkenntnisse aus dem Reallabor, konkrete Ergebnisse und Verbesserungen erst in den kommenden Jahre und Jahrzehnten sichtbar oder messbar, dennoch ist es jetzt an uns, heute und hier die Weichen für eine nachhaltige Verhaltensänderung zu stellen.
Wir sind aber überzeugt, dass mit den Zielen des Projekts vieles erreicht werden kann.
Das Gewerbegebiet um den Metropolpark Wiesloch-Walldorf mit der angestrebten Erweiterung der HDM zu einem Digital Campus of Things und der SAP und vielen weiteren Unternehmen  ist für  dieses Projekt besonders geeignet.
Wir brauchen solche Leuchttürme, die uns zeigen: da kanns lang gehen. Wir brauchen sie, weil  sie Lust auf Zukunft machen.
Natürlich sind die Kosten hierfür sehr hoch ( 517.000 € auf 5 Jahre verteilt). Aber wer solchen Zukunftsausgaben offen gegenübersteht und Ziele einer Verkehrs- und Energiewende umsetzen möchte, der muss auch bereit sein, dafür zu investieren.
Trotz der angespannten Finanzlage wird die SPD Fraktion mehrheitlich der Bewerbung am Landeswettbewerb “RegioWin2030” zustimmen.
Und wir sind zufrieden, dass der RNK in Zusammenarbeit mit dem Metropolpark, also Walldorf und uns das Konzept für die Teilnahme ausarbeitet.”

 

 

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