Aus dem Gemeinderat: Untere Hauptstraße bleibt Fußgängerzone!

Veröffentlicht am 14.11.2019 in Gemeinderatsfraktion
 

“Das Thema Radfahren in einer Fußgängerzone und die Diskussion darüber ist schon genau so alt, wie es auch Fußgängerzonen gibt. Es ist sehr komplex und sehr vom Standpunkt  abhängig.

In den letzten Jahren gab es dazu immer wieder Vorschläge, wie man das Miteinander von Fußverkehr und Radverkehr auf einer gemeinsamen Straße regeln kann.

Damit sind wir nicht allein. Es gibt im Internet eine Liste aller Fußgängerzonen Deutschlands und wie der Verkehr dort geregelt ist.
Allerdings bringt uns ein Blick darauf nicht wirklich weiter. Dort sieht man nur, dass es Städte und Kommunen gibt, die das Befahren ihrer Fußgängerzone weiterhin gänzlich verbieten, oder das Befahren zeitweise erlauben oder das Radfahren darin freigeben.

Schauen wir konkreter auf Wiesloch:
Unsere Fußgängerzone wurde ursprünglich eingerichtet für die Bedürfnisse der Fußgänger: damit Bürgerinnen und Bürger als Kunden, Spaziergänger, Touristen oder als Senioren und Familien sich dort aufhalten können und Kinder nicht gefährdet werden und zwar ohne Fahrräder.
Seither kam es immer wieder zu Diskussionen.

Das Thema wurde dann im Zuge von INSEK 2030+ aufgenommen und eine Befragung zur Zulassung des Radverkehrs ergab kein eindeutiges Ergebnis:

In der Umfrage zu Insek 2030+ vor zwei Jahren waren sich die Wieslocher bei dieser Frage nicht einig:
Wie wichtig ist es Ihnen, den Fahrradverkehr durch die Fußgängerzone im Bereich der unteren Hauptstraße führen.

sehr wichtig 577
eher wichtig 691
eher unwichtig 693
sehr unwichtig 423
weiß nicht 200
Gesamt 2584

 

Die move-Gruppe führte  im Mai eine Zählung der Radfahrer durch
( schiebend, wie vorgeschrieben oder fahrend wie eigentlich verboten ). Diese Zählung ist eine Momentaufnahme eines Tages. Darin wurde aber deutlich, dass ungeachtet des bestehenden Durchfahrtsverbotes durch unsere Fußgängerzone gefahren wird.
Dies ist für mich kein Zeichen für einen Bedarf sondern ein Zeichen für Ignoranz gegenüber geltenden Verkehrsregeln!
Sollen wir aufgrund dieser Zahlen heute entscheiden, dass wir dieses illegale Verhalten der Radfahrer legalisieren????
Ich meine, NEIN!

Man hat im Moment auch das Gefühl, dass dieses Thema sehr stark aus Sicht der Radfahrer behandelt wird.
Es werden alle möglichen Gründe gesucht, um das Radfahren in der Fußgängerzone zu erlauben. Das zeigen natürlich auch die mails, die wir als GRe dazu erhalten. Immer wieder sind es Radfahrer, die sich melden!
Da heißt es z.B. durchfahrende Radfahrer sind potentielle Kunden unserer Geschäfte??????  Oder
Der Umstieg vom Auto aufs Rad für Pendler wird damit in Verbindung gebracht!! !Hier wird das wichtige Thema : Verkehrswende; Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Verbindung gebracht, mit einer Wegstrecke von gerade einmal 120 Metern. Das ist an dieser Stelle so nicht angemessen.
Aber mal ehrlich, es fährt doch nicht jede/r Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit durch unsere Untere Hauptstraße????
Und was würde passieren, wenn wir für Radverkehr frei geben und uns dann Fußgänger wegbleiben?????

Mir fehlt hier der Blick aus der Sicht der Fußgänger.  Ich selbst erledige ja fast alles in Wiesloch mit dem Fahrrad. Für mich gebietet es sich, aus Rücksicht auf die Fußgänger , dort abzusteigen. So komme ich doch überall hin wo ich will. Wenn ich in der Fußgängerzone einkaufe oder etwas erledigen will, dann bedeutet es doch nicht, dass ich direkt vor das Geschäft fahren muss, in dem ich einkaufe!!!

Die SPD Wiesloch hat sich auch dem Thema angenommen. Es wurde im Kommunalwahlkampfahlkampf aufgegriffen und dabei wurde an einem Wahlstand in der Fußgängerzone den Passanten die Frage gestellt: Sollen Radfahrer in der FZ absteigen:    ja.... nein.....egal.


Kann als nicht repräsentativ eingestuft werden:::::Wetter!!!!!!
Aber das Thema wurde nicht vergessen. Nach der Antragstellung des heutigen vorliegenden Antrags hat die SPD Wiesloch dann online eine Umfrage dazu gestartet. Start: 15. Oktober 2019. Diese ist noch nicht abgeschlossen. (noch bis 15. November)
Zur  Auswertung, Stand 11.11.19.
Es haben sich an unserer Umfrage bisher 82 Bürgerinnen und Bürger beteiligt!
Folgende Fragen wurden gestellt:
In der Fußgängerzone/Hauptstraße sollte ...
O   wie bisher Liefer- und Radverkehr bis 11 Uhr morgens erlaubt sein
       25,6 %
O  der Liefer- und Radverkehr zeitlich weiter eingeschränkt werden
       17,1 %
O  Radverkehr nur im unteren Teil (zwischen Adenauerplatz und
    Sparkasse) erlaubt werden
       17,1 %
O  Radverkehr uneingeschränkt erlaubt werden
      18,3 %
O  Sonstiges...............

Diese Zahlen sind schon etwas eindeutiger als die INSEK-Umfrage.
Diese Ergebnisse zeigen, dass zusammen mit denjenigen, die die geltende Regel lassen wollen oder zeitlich weiter einschränken wollen ca. 60 % der Teilnehmer  den Radverkehr nicht uneingeschränkt erlauben wollen.
Die endgültigen Ergebnisse werden dann auf unserer homepage veröffentlicht werden!

Und weil wir es mit der Bürgerbeteiligung ernst nehmen und die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger in unsere heutige Entscheidung mit einfließen lassen, stimmen wir heute gegen die uneingeschränkte Öffnung für den Radverkehr in der Unteren Hauptstraße.
Dem Punkt 2 im Antrag stimmen wir laut Vorlage zu.”

Richard Ziehensack, für die SPD-Fraktion

Der Gemeinderat stimmte dann dem Antrag von Bündnis90/ Die Grünen
und Freie Wähler zur uneingeschränkten Öffnung für den Radverkehr in der Unteren Hauptstraße nicht zu  ( Ergebnis : Zustimmung 13, Ablehnung 14 Stimmen ).

 

 

 

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Für uns im Bundestag

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17.02.2020 11:26
Berliner Zeilen 04/2020.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, ich habe Frau Kramp-Karrenbauer nie für besonders geeignet gehalten. Dass sie selbst die Notbremse zieht, halte ich für respektabel. Zum Beispiel im Vergleich zu Verhaltensweisen und Verlautbarungen der Herren Lindner oder Kubicki, die ich nicht für respektabel halte. Allerdings haben wir als SPD selbst unsere Hausaufgaben zu machen und müssen zeigen, dass wir aus den Personalquerelen der Vergangenheit gelernt haben. Bedenklich finde

Der Traum von den eigenen vier Wände, barrierefrei, einbruchsicher und energieeffizient. Zu vielen dieser Wünsche und Ziele gibt es nicht nur rechtliche Vorgaben, sondern auch finanzielle Unterstützung durch die Politik. Auch im letzten Jahr haben die Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Neckar-Kreis zahlreiche Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen. So wurden im vergangenen Jahr 5.679 Wohneinheiten mit insgesamt 193,7 Millionen Euro im Kreis unterstützt. Ein Großteil der

31.01.2020 11:26
Berliner Zeilen 03/2020.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, ich bin Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankbar für das, was er vorgestern in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag gesagt hat: "Ich wünschte, ich könnte (…) heute mit Überzeugung sagen: Wir Deutsche haben verstanden. Doch wie kann ich das sagen, wenn Hass und Hetze sich ausbreiten, wenn das Gift des Nationalismus wieder in Debatten einsickert - auch bei uns?! (…)Meine

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