Bis jetzt haben wir Glück gehabt!

Veröffentlicht am 18.07.2020 in Bundespolitik
 

10. Lobbacher Gespräche über „Deutschland und Covid-19“ erstmals online.

Die SPD-Ortsvereine aus dem Kleinen Odenwald und Kraichgau bringen gerne spannende Themen und Menschen zusammen - üblicherweise in der Lobbacher Manfred-Sauer-Stiftung. Corona-bedingt konnte die Veranstaltung "Deutschland und Covid-19" mit Prof. Karl Lauterbach diesmal aber nur virtuell stattfinden und so wurden die 10. Lobbacher Gesprächen zeitgleich über Zoom und YouTube ausgestrahlt. Ausgangspunkt war die Lock-down-Situation, gekennzeichnet durch Ausgangs-, Kontakt-, Reise- und Berufseinschränkungen. Was mit einzelnen Lungenerkrankungen im chinesischen Wuhan begann, wuchs sich zu einer weltweiten Pandemie aus mit über 12 Millionen Infizierten und mehr als 500.000 Toten. "Wir müssen deshalb jetzt Maßnahmen ergreifen, um eine möglicherweise im Herbst drohende zweite Welle gut bewältigen können“, mahnten SPD-Gesundheitsexperte Prof. Dr. Karl Lauterbach und sein Bundestagskollege Lars Castellucci.

Initiator Reinhard Aldag erinnerte zu Beginn daran, dass über den Erreger nach wie vor wenig bekannt sei und weder auf Therapien noch auf einen erprobten Impfstoff zurück gegriffen werden könne. Diese Unsicherheit schlug sich auch in den Diskussionen über Strategien und wirksame Schutzmaßnahmen nieder, über die bis heute gerade in den Sozialen Medien intensiv gestritten wird. Mit Karl Lauterbach war man sich einig, dass man bisher die Krise gut gemeistert habe. „Wir haben Glück gehabt“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte mit Blick darauf, dass die Pandemie zu einem Zeitpunkt nach Deutschland geschwappt sei, als jeder durch die „bestürzenden Bilder aus Italien“ die Gefahr unmittelbar vor Augen hatte. So seien die Deutschen mental gut vorbereitet und vor allem bereit gewesen, die Maßnahmen der Regierung mitzutragen.

Trotz der mittlerweile verständlichen Corona-Verdrossenheit appellierte Lauterbach eindringlich, jetzt weder übermütig noch nachlässig zu werden. Zwar gebe es mittlerweile rund 140 Studien zu Impfstoffen, aber eben noch nicht den zugelassenen Impfstoff. Es gelte daher noch immer das Gebot, sich und andere so weit als möglich durch Hygiene und Abstand zu schützen, damit die Zahl schwerer (Folge-)Erkrankungen so gering wie möglich gehalten werden könne. Niere, Herz und Gehirn sind neben der bekannten Lungenentzündung am meisten betroffen, weil das Virus wichtige Blutgefäße in den Organen angreift und zu Entzündungen führt.

Von Massentests hält Lauterbach nichts, wohl aber von Tests bei Berufsgruppen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen: Erzieher, Pflegepersonal, Lehrkräfte zum Beispiel. In der Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen sieht der Gesundheitsexperte der SPD insoweit eine Gefahr, da dort gedrängt zu viele Menschen zusammenkommen. In Räumen sei nämlich die Infektionsgefahr 20 Mal höher als im Freien und sie steigere sich enorm, wenn ein Superspreader mit 100-fach höherer Viruslast darunter sei. Mit den Viren benetzte Aerosole stehen stundenlang in der Luft. Um diese auseinander zu wirbeln, müssen auch an kalten Tagen Räume ständig gründlich gelüftet werden.

Die vom Wahlkreisabgeordneten Dr. Lars Castellucci souverän moderierte Diskussion ergab unter den mehr als 150 Zuschauern, dass 45 % das digitale Format wegen vieler neuer Erkenntnisse „hervorragend“ und 31 Prozent sie immerhin gut fanden. Daher ist eine Wiederholung nur zu wahrscheinlich, ließ SPD-Kreisvorsitzender Thomas Funk in seinem Schlusswort anklingen: „Es hat sich gezeigt, dass ein solch virtuelles Angebot eine gute Ergänzung zu den Lobbacher Gesprächen sein kann.“

 

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Berliner Zeilen 11/2020.
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AKTUELLES AUS DEM LAND

Die SPD Baden-Württemberg erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten von Karstadt und Kaufhof. "Wir kämpfen weiter für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Kaufhof und KarstadtSports. Es muss nun darum gehen, die angekündigte Schließung der Filialen in Göppingen, Mannheim, Stuttgart und Bad Cannstatt zu verhindern. Auch die Landesregierung ist hier gefordert, umgehend ihr Engagement zu verstärken. Es ist bezeichnend, dass von Ministerpräsident Kretschmann zu diesem Thema bislang nichts zu hören ist.

Sollten Schließungen tatsächlich nicht abgewendet werden können, braucht es eine ordentlich ausgestattete Transfergesellschaft mit einer zwölfmonatigen Laufzeit und guten Qualifizierungsmaßnahmen. Das Land darf sich einer finanziellen Beteiligung nicht verschließen, um die Transfergesellschaft besser auszustatten, die Laufzeit zu verlängern und den Beschäftigten bessere Anschlussperspektiven zu ermöglichen. Ich werde auch dem Landesvorstand der SPD am morgigen Samstag einen entsprechenden Beschluss vorschlagen", so unser Landesvorsitzender Andreas Stoch.

Resolution des Landesvorstands

Generalsekretär Sascha Binder verurteilt die Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt scharf: "Es ist absolut unzumutbar, wenn mitten in unserem Land bürgerkriegsähnliche Zustände vom Zaun gebrochen werden. Straßenschlachten solchen Ausmaßes kennen wir in Baden-Württemberg nicht und der Innenminister muss alles dafür tun, damit dies nicht zur Normalität wird. Ich wünsche allen verletzten Polizei- und Einsatzkräften eine baldige und gute Genesung."

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch hat das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro als "enormen Kraftakt" bezeichnet.

"Ich habe immer gesagt, wir brauchen einen Rettungsschirm für unsere Kommunen, damit diese in die Zukunft investieren können", so Stoch. "Und das ist sehr gut gelungen." So werden auf Vorschlag der SPD insbesondere die krisenbedingten Ausfälle der Kommunen bei der Gewerbesteuer ausgeglichen. Zusätzlich übernimmt der Bund die Kosten der Unterkunft in der Grundsicherung.

 

Freitagspost

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