125 Jahre alt - und doch auf der Höhe der Zeit

Veröffentlicht am 03.07.2005 in Presseecho
 

Wieslochs SPD feierte Geburtstag mit einem Festakt im Palatin - Franz Müntefering trug sich ins Goldene Buch der Stadt Wiesloch ein.

Wiesloch. (oé) 125 Jahre SPD in Wiesloch - diesen stolzen Geburtstag hat der SPD-Ortsverein am Samstag im Palatin mit einem großen Festakt gebührend gefeiert. Dabei waren die Sozialdemokraten keineswegs unter sich. Vielmehr konnte der Ortsvereins-Vorsitzende Richard Ziehensack einen repräsentativen Querschnitt der Wieslocher Gesellschaft begrüßen: Die Vertreter der Kirchen gaben dem Geburtstagskind ebenso die Ehre wie die Schulleiter der Stadt, die komplette Rathaus-Spitze war ebenso versammelt wie zahlreiche Repräsentanten der Wieslocher Vereine und natürlich fehlten auch die Vertreter der anderen Parteien nicht: "ein bunt gemischtes Publikum von grün bis schwarz, von rot bis gelb", wie Horst Schweinfurth meinte, der als eloquenter Moderator gekonnt durch den Abend führte. Natürlich waren die SPD-Mitglieder und die vielen Gäste im vollbesetzten Staufersaal gekommen, um gemeinsam ein denkwürdiges Jubiläum zu begehen. Aber zugleich durfte das Publikum auch politisch Grundsätzliches erwarten. Dafür zuständig war der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Müntefering, der die Festrede hielt (siehe separaten Artikel) und sich im Rahmen des Festakts auch in das Goldene Buch der Stadt Wiesloch eintrug.

Zunächst aber ergriff der Kreisvorsitzende Lars Castellucci das Wort. Er gehört der Wieslocher SPD an und war selbst mehrere Jahre ihr Vorsitzender. Entsprechend herzlich fielen seine Geburtstagsglückwünsche aus. Castellucci erinnerte an das Willy-Brandt-Wort, wonach Gutes nur bewirken könne, wer auf der Höhe der Zeit bleibe. Der Wieslocher Ortsverein habe dafür viel getan, etwa indem er die Partei auch für Nichtmitglieder öffnete - seien es nun die Kommunalwahl-Listen, ein Beirat, "der uns den Spiegel vorhält", oder eine politische Arbeit in Projekten. Bei all dem lasse sich aber keine Politik "losgelöst von der großen Tradition dieser Partei" machen. Castellucci erinnerte hier an all jene Männer und Frauen, die nach wechselvollen Einschnitten immer wieder "neu angepackt" hätten und nannte stellvertretend für die Aufbaugeneration den Alt-Stadtrat Karl Armbruster. 125 Jahre Einsatz für Gerechtigkeit und Freiheit dürften nicht nur als Geschichte begriffen werden, forderte der SPD-Kreisvorsitzende. Für ihn persönlich etwa sei der Gedanke, "Lobby für die Schwachen" zu sein, der Impuls für den Eintritt in die Politik gewesen. An diese Verpflichtung erinnerte Castellucci auch die große Politik. Bei aller Einsicht in die Notwendigkeit der Reformen müsse die Bundesregierung doch wissen, "wo ihre Wurzeln sind" und dass sie "an die Seite der Schwachen" gehöre. Eine solidarische Gesellschaft werde nicht länger bestehen können, wenn nicht "die Starken ihren Beitrag dazu leisten", so Lars Castellucci.

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Prof. Gert Weisskirchen knüpfte in seinem Grußwort an die große Tradition der Männer und Frauen an, die 125 Jahre "für die großen Ziele der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" gekämpft und dafür gesorgt hätten, dass sich diese Ziele "auch in den Verfassungen niederschlugen". Diese Tradition erfülle ihn mit Stolz, erklärte Weisskirchen. Und wenn heute der CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz "ein Ende der Sozialdemokratisierung der CDU" fordere, dann könne die Antwort darauf nur heißen, "dass die Sozialdemokratie stärker werden muß".

Zuvor hatte bereits Wiesloch Oberbürgermeister Franz Schaidhammer den Sozialdemokraten zu ihrem Jubiläum gratuliert. Dabei blendete er ins Jahr 1878 zurück, das mit dem Erlaß des Sozialistengesetzes "eines der schwierigsten in der Geschichte der Sozialdemokratie" gewesen sei. Dass der Wieslocher ausgerechnet in diesem Jahr gegründet wurde, sei charakteristisch. Sozialdemokraten seien "kritische und kämpferische Menschen", so der OB. Auch in Wiesloch sei der Ortsverein nicht bequem. "Und das ist gut so", erklärte der Schaidhammer. Der Aufbau der Partei und ihr Durchhaltevermögen seien Menschen zu verdanken, die "mit Herz, Verstand und großer Leidenschaft" Verantwortung übernommen hätten: allesamt "rechtschaffene Sozialdemokraten", für die der OB stellvertretend die Namen Ludwig Wagner, Fritz Köhrer und auch Karl Armbruster nannte. Er wünsche Wieslochs SPD nicht nur "eine gute und erfolgreiche Zukunft", sagte der OB, sondern auch "immer wieder solche rechtschaffenen Sozialdemokraten".

Neben all den Ansprachen kam an diesem Abend auch die Unterhaltung nicht zu kurz: Dafür sorgten die Auftritte des Vereins "Sängerbund Freundschaft", der mit der SPD seit 1919 eng verbunden ist. Unter Dirigent Friedrich Scherer und begleitet von Lars Castellucci am Klavier erfreute der gemischte Chor das Publikum mit mehreren Liedvorträgen. Bereichert wurde der Abend außerdem durch die glänzende Vortragskunst des Rezitators Dieter Degreif und durch ein Improvisationstheater der Jusos Rhein-Neckar, das unter tätiger Mithilfe aus dem Publikum die Gesundheitsreform aufs Korn nahm.

(Rhein-Neckar-Zeitung, 10.11.2003)

 

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